Die Gaz’aile verfügt nicht über herkömmliche Landeklappen und Querruder, sondern Fowler-Klappen entlang der gesamten Tragflächenhinterkante (Flaperons), die gemeinsam als Klappen und Querruder funktionieren. Diese werden nachher über einen Mischer angesteuert.
Das bedeutet keineswegs, dass es nur zwei Klappen herzustellen gäbe, nein, es gibt gleich vier davon. Zunächst stellt man sich eine – pardon vier – maßgenaue Hellinge her, damit die Flaperons auch die gleiche Verwindung wie die Tragflächen aufweisen (1° von der Wurzel bis zur Spitze). Dann klebt man jeweils vier Rippen auf die Holmleisten und diese wiederum mit einem Steg aus Sperrholz zusammen. Dabei sind die Rippen genau rechtwinklig auf dem Holm auszurichten, was das Ganze nicht einfacher macht:

Anschließend werden die äußeren Holmstege in der Helling verklebt, um Maßgenauigkeit zu erreichen:

Anschließend wird das Ganze auf die untere Beplankung geklebt, welche vorher mit den Durchbrüchen für die Beschläge versehen und an der Hinterkante angefast wurde. Außerdem: Ordentlich mit Schraubzwingen fixieren (hier als Baugewichte mißbraucht):

Dann werden die vorderen Halbrippen aus Rohacell mit Microballongefülltem Harz auf die Beplankungs-Unterseite geklebt. Anschließend wird der vordere Hilfsholm, welcher später die Nasenleiste stützt, sowie die hinteren Halbrippen verklebt:

Die vorderen Hilsholm-Leistchen müssen noch auf Profilform geschliffen werden (eine längere, aber einfache Arbeit…).
In diesem Zustand geht’s zum Prüfer.