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Als Luftsportbegeisterter beschäftige ich mich seit ich 12 bin, mit der Modellfliegerei. Später erfüllte ich mir mit 18 meinen Traum vom Selberfliegen mit dem PPL-B (Motorsegler). Nun, zum Jahreswechsel 2013/2014, geht es mit dem eigenen Flugzeug weiter!

Motorwahl

Ein paar technische Daten zum derzeit favorisierten Motor:

PSA TUD3 1.4 K9A (aus dem Citroen AX oder Peugeot 106)

Anzahl Zylinder4
AnordnungReihe, stehend
KühlungFlüssigkeitsgekühlt
Hubraum1.360cm³
Nennleistung

bei
38,3
52,1
5.000
kW
PS
U/min
Maximales Drehmoment
bei
83
2.500
Nm
U/min
Gewicht inkl. Getriebe, Flüssigkeiten105kg

Für einen mittleren spezifischen Kraftstoffverbrauch von 170 g/(PS*h) und der Dichte von Diesel von 0,82 kg/l ergibt sich ein Verbrauch bei 100% P von 10,5 l/h.

LeistungsdiagrammTUD3

Leistungs- und Drehmomentverlauf TUD3 1.4

Der Motor wird den Propeller über ein Riemengetriebe (Untersetzung 1:1,875) antreiben. Der Prototyp von Serge Pennec fliegt damit im Horizontalflug 220-230 km/h. Da der Motor im Vergleich zu den üblichen (spritfressenden) Lycosauriern und Co. recht schwer ist, muss das Flugzeug trotz des geringeren Tankinhalts entsprechend leicht gebaut werden (dafür bleiben nur noch 165-185 kg übrig). Darin liegt hier die Herausforderung…

Den Motor will ich erst organisieren, wenn der Rumpf im Rohbau steht, ansonsten rostet der hier nur vor sich hin (hoffentlich gibt’s den beim Schrotthändler dann noch).

C1 Rückseite

C1 Harzrückstände von Vorder- und Rückseite entfernt (mit Schleifpapier für Männer). Sieht gut aus (keine Lücken, keine größeren Spalte); dementsprechend rückseitige Beplankung zugerichtet und auf die Leisten (welche vorher aufgerauht wurden)geklebt. Heute mal kein Bild…

C1 verklebt, die II.

Mit neuem Mut C1 verklebt. Ich glaube, jetzt habe ich die für mich optimale Mischung Harz und Baumwollflocken gefunden. Ist ziemlich einfach; so lange Flocken rein, bis nix mehr vom Umrührstäbchen tropft (eine ganze Menge, ich denke mein 5 l-Eimer wird nicht lange halten 😉 ).

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C1: Verklebung der Leisten und Eckteile

Spaltmaße sind jetzt OK. Diesmal nicht direkt auf die Beplankung geklebt, um die Hektik rauszunehmen, Habe nicht allzu zu viel Druck auf die Harzstellen ausgeübt, sonst wird das Harz komplett aus den Ritzen rausgedrückt. Sehen wir mal, wie das ganze morgen Abend nach dem Aushärten aussieht…

 

C1, nette Spaltmaße

Nach Selbstkritik vom letzten Mal, gelernt, die Werkzeuge richtig zu verwenden (Ablängen im Übermaß, dann in 2-3 Iterationen zurechtschleifen). Jetzt sind die Spaltmaße deutlich besser. Auch den Kniff beim Elektrohobel habe ich gefunden. Jetzt haben die Leisten bis auf 1/10 mm genau die gleiche Stärke wie das 18er (17,4 mm) Sperrholz.

Vorbereitung der Unterlage: PE-Folie aus dem Baumarkt (Malerbedarf, 0,03 mm stark, nicht das billige 0,007 mm). Die wirft keine Falten und zieht sich auch nicht aus Versehen mal irgendwo rein. Die seitlichen Leisten mit Packband umwickelt, dann klebt da nix fest. Heute Abend werden erst einmal die Leisten zusammengeharzt (mit ANGEDICKTEM Harz). Danach kommt die Beplankung drauf. Irgendwann lernt Herr Omet hoffentlich, wie das Spielchen funktioniert… 😉

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Bibel

Die Bibel für Holzflugzeug-Selberbauer ist für mich:

Werkstatt Praxis für den Bau von Gleit- und Segelflugzeugen“ von Hans Jacobs / Herbert Lück. Das meiste darin beschriebene ist trotz des technischen Fortschritts weiterhin „State of the Art“. Dank der Bucht habe ich ein seltenes Exemplar (7. Auflage von 1955) günstig erstanden.

Wer sie haben will: Nein, meine Bibel ist unverkäuflich! 🙂

Klebeproben mit angedicktem Harz

C1 Eckteile neu ausgefräst, Probekörper für Zugprüfung nach DIN 50125 Form E aus 2,2 mm Okoume ausgeschnitten, geschäftet (mit dem Bandschleifer – ja, ich weiß, das sollte man nicht machen, aber was soll’s), mit eingedicktem Harz (Baumwollflocken im Verhältnis 30 g Harz, 1 g Flocken) verklebt. Das läuft nicht ab und füllt die Spalte sicher. Nach Bibel darf die unterste Sperrholzschicht nicht scharf ausgeschäftet werden. Also nur auf die Hälfte heruntergeschliffen.

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Da bin ich ja mal auf die Zugprüfungen im Vergleich zu den ungeschäfteten Teststücken gespannt.

C1, nope

Kontrolle der eigentlich mit Harz ausgefüllten Spalten von C1 ergab, MURKS! 😐 Die anschließende zerstörende Werkstoffprüfung (mit dem HAMMER) ergab, dass etliche Stellen nicht mit Harz benetzt waren. Entweder das L385 ist zu dünnflüssig bzw. meine Spaltmaße zu groß – oder beides. Da muss ich noch dran arbeiten…

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Wie bei den Teletubbies: NOCHMAL!

Entschluss: zuerst Klebeproben mit Schäftung + angedicktem Harz herstellen, dann erst weiter mit Fliegerteilen!

C1, 1. Versuch

Irgendwo muss man anfangen, die Leisten und das Sperrholz mit dem Epoxy (L385) zu verkleben. OK gut, also der 1. Spant. Die Spaltmaße sind noch erschreckend groß (0,8 mm, muss künftig besser werden), aber das Harz sollte das füllen. Topfzeit: 40 Minuten, wenn das mal wird…

Mir fehlen noch Baugewichte. Und das Harz anzudicken, wäre toll gewesen, das Zeug ist ja flüssig wie Wasser… ob das was wird?

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Balken -> Leisten

Obwohl fast zu schade, muss es sein… Die Schreinerei Kattner in Babenhausen hat unser Anliegen verstanden und die beiden Balken in handliche Stücke zersägt. Sind sogar noch ein paar Reste übrig geblieben. Für Nachahmer: die übliche Hobelkreissäge hat 4 mm Sägebreite…

Balken-Schnitt-V4

Die zwei gewählten Oregon-Pine-Balken. Man beachte den senkrechten Verlauf und die Dichte der Jahresringe.

Jetzt noch auseinandersortieren (schließlich sollen das 2 Flugzeuge werden). Das ist Marios Garage (deutlich geräumiger als meine):

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Mario vor dem Haufen Kleinholz.